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 ESK/Klimaproblem: Treibhauseffekt
    
 

Klimaproblem: Treibhauseffekt


Der Treibhaus-Effekt ist ein natürliches Phänomen der Atmosphäre, welchem wir die mittlere Temperatur von +15°C auf der Erde anstelle von -18°C zu Verdanken haben. An dem natürlichen Treibhaus-Effekt sind Wasser-Dampf zu etwa 66% sowie CO2 und Methan beteiligt. Diese in der Erdatmosphäre nur in geringen Konzentrationen enthaltenen Gase wirken wie die Scheiben eines Treibhauses. Die hochfrequenten, sichtbaren Sonnenstrahlen erreichen durch die Atmosphäre fast ungemindert die Erdoberfläche. Die von der Erde zurückgestrahlten niedriger-frequenten Wärmestrahlen werden von den Treibhausgasen in der Atmosphäre zurückgehalten, was eine Erderwärmung zur Folge hat.

 

Durch die Verbrennung von fossilen Energieträgern wie Kohle, Öl und Erdgas sowie die Vernichtung von Wäldern kam und kommt es zu einer Zunahme der CO2 -Konzentration in der Atmosphäre. Die Freisetzung von CO2 und anderen Treibhausgasen durch menschliche Aktivitäten verursacht einen künstlichen Treibhaus-Effekt, der zu 50% von CO2 und zu 50% von den anderen Treibhausgasen wie bspw. FCKW, Methan, Lachgas und bodennahem Ozon verursacht wird.

 

In den letzten 250 Jahren hat die CO2-Konzentration in der Atmosphäre um 30% zugenommen (280 ppm vor der Industriealisierung gegenüber 360 ppm heute). Die Methan-Konzentration ist sogar um 150% gestiegen, verursacht u.a. durch die Förderung von Kohle- und Erdgas sowie durch Deponiegas. FCKWs und bromierte Kohlenwasserstoffe, die ein extremes Potential als Treibhausgase besitzen, sind erst nach ihrer Entwicklung in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in die Atmosphäre gelangt.

 

Für die letzten 100 Jahre konnte eine Zunahme der mittleren globalen Temperatur verursacht durch den künstlichen Treibhaus-Effekt um 0,3 °C bis 0,6 °C gemessen werden. Bis Ende diesen Jahrhunderts wird eine Temperaturzunahme an der Erdoberfläche zwischen 1,4 °C und 5,8 °C erwartet. Diese Temperaturveränderung mag zunächst nur sehr gering erscheinen, hat jedoch für unser globales Ökosystem gewaltige Folgen. Dies wird deutlich, wenn man bedenkt, dass es während der letzten Eiszeit vor 15 000 Jahren global auch "nur ca. 5 °C kälter" war als heute. Das reichte aus, um ganz Skandinavien unter einem bis zu 3000m mächtigen Eispanzer verschwinden zu lassen, der sich über die Ostsee bis Berlin ausdehnte.

 

Betrachtet man die Entwicklungen der vergangenen Millionen Jahren, so betrugen die globalen Temperatur-Schwankungen zwischen 9 °C und 16 °C. In dieser Zeit kam es zu mehreren Kalt- und Warmzeiten, wobei die Temperatur jedoch nie über das heutige Niveau hinausging. Der durch den Menschen verursachte Temperaturanstieg um bis zu 5,8 °C könnte zu einem Klimakollaps nie gekannten Ausmaßes führen. Durch den extrem knappen Zeitraum von 100 Jahren, in dem sich diese Änderungen vollziehen, bleibt den Ökosystemen darüber hinaus praktisch keine Zeit, sich an die Veränderungen anzupassen.

 

 

Weitere Informationen zum Klimaschutz:

BUND-Arbeitskreis Regenerative Energien

Dipl.-Ing. Bernhard Rothe

brothe@freenet.de

 

 

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