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St.-Josefs-Hospital Hagen


TECHNISCHE DETAILS

St.-Josefs-Hospital Hagen

 

Das St.-Josefs-Hospital Hagen konnte zwischen den Jahren 2009 und 2014 seine CO2-Emissionen um 25 % reduzieren. Dies entspricht einer jährlichen Einsparung von 1.005 Tonnen Kohlenstoffdioxid.

Die Strategie der signifikanten Einsparung beinhaltet eine Reihe von nicht-, gering- und investiver Maßnahmen. Zu ihnen zählt die Modernisierung der raumlufttechnischen und wärmerelevanten Anlagen, sowie die Außerbetriebnahme von veralteter und nicht mehr benötigter Technik. Zudem erfolgten bauliche Maßnahmen, wie die Erneuerung der Zentralküche, des Kesselhauses und der Einbau eines BHKW.

Es folgt eine Zusammstellung der durchgeführten Maßnahmen.

 

> Energiemanagement

 

 

Das Energiemanagement ist der  Grundpfeiler des ausgeklügelten Energiekonzepts des St.-Josefs-Hospitals. Ziel ist es alle Energieströme zu erfassen und somit Energie- und Kostenstrukturen aufzuzeigen. So werden monatlich mehr als 46 Energiezähler in den Bereichen Strom, Wärme, Kälte und Wasser erfasst und ausgewertet. Mehr als 4.000 physikalische Datenpunkte sind an die Gebäudeleittechnik gekoppelt und liefern somit die Grundlage für eine ständige Optimierung der Energieverbräuche.

 

> Maßnahmen im Bereich Kälte- und Wärmetechnik

 

 


BHKW

Die Erneuerung der zentralen Kälteanlage stellt eine wesentliche Maßname dar. Die Leistung der Anlage beläuft sich auf 600 kW. Zudem kam es zur Erneuerung zweier RLT-Anlagen mit einer gesamten Luftleistung von 23.000 m3/h. Diese werden frequenzgeregelt betrieben und bieten die Möglichkeit der Wärmerückgewinnung über einen Kreuzstrom-Wärmetauscher. Die Wärmerückgewinnung dient vor allem der Vorerhitzung der Wasserboiler. Eine weitere investive Maßnahme ist die Außerbetriebnahme der Dampferzeugung sowie die Erneuerung der Kesselanlage inkl. Warmwassererzeugung. Der Wirkungsgrad der Gesamtanlage liegt bei 81 %. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf der bedarfsgesteuerten Anpassung der Kesselleistung und Warmwasserboiler. Zudem wurden alle Rohrisolierungen erneuert und die Anlage in die Gebäudeleittechnik integriert. Die signifikanten Einsparungen wurden 2013 mit dem Einbau und der Inbetriebnahme eines gasbetriebenen Blockheizkraftwerkes (BHKW) weiter ausgeweitet. Das BHKW erzeugt Strom und die entstehende Abwärme wird für Warmwassererzeugung genutzt. Der Wirkungsgrad beträgt 91 Prozent, bei einer Leistung von 140 kW elektrisch und 212 kW thermisch.

 

> Maßmahmen im Bereich Elektrotechnik und Fassade

 

Durch die Umstellung zweier Aufzüge auf frequenzgeregelte Antriebe konnte zugleich der Fahrkomfort gesteigert sowie der Stromverbrauch um 20 % reduziert werden. Zudem wurde eine Fassendensanierung mit Wärmeverbund-Dämmung des Nebengebäudes St. Vinzens realisiert. Die Beleuchtung einiger Flure wurde durch LED-Technik erneuert.

 



Stationsflur (l) und Eingangsbereich (r)



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