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St. Marien-Hospital Lüdinghausen


TECHNISCHE FAKTEN

St. Marien-Hospital Lüdinghausen

 

 


Bei der Installation des Biogas-BHKWs

Zunächst konnten durch die Dämmung der Dachflächen aller Satteldächer die Wärmeverluste stark reduziert werden. Die erzielten Einsparungen werden zu Energieversorgung des Neubaus genutzt. Die sukzessive Sanierung der Beleuchtung verminderte den Stromverbrauch deutlich. Die Energieversorgung des Hospitals wird in der Grundlast mithilfe von zwei effizienten Blockheizkraftwerken (BHKW) realisiert, von denen eines klimaneutral mit Biogas befeuert und zur Abwärmeerzeugung genutzt wird. Letzteres wird extern von einem räumlich entfernten Landwirtschaftsbetrieb unterhalten. Die Biogasanlage ist über eine drei Kilometer lange Biogas - Leitung mit dem BHKW verbunden, sodass die Abnahme der Abwärme direkt im Hospital erfolgt und Transportwärmeverluste ausgeschlossen werden. Mit der Installation des erdgasbetriebene Blockheizkraftwerks und eines Zweistoffbrenners konnte die Energieversorgung vollständig auf Erdgas umgestellt und so die Kohlenstoffdioxidbilanz der Einrichtung verbessert werden.

 

 

Einsparung

  • Reduzierung der CO2-Emissionen um 26,6 % zwischen 2010 und 2012.
  • CO2-Einsparung von mindestens 452 Tonnen pro Jahr seit 2010.
  • Jährliche Energieeinsparung von 720 MWh seit 2010.
  • Energiekostensenkung um mehr als 150.000 Euro trotz gestiegener Flächennutzung.

 

Finanzierung

  • Die Investition der Dämmmaßnahmen wurde durch das Krankenhaus getragen.
  • Die Investition des Biogas-BHKW inklusive der Biogasleitung von der Biogasanlage zum Krankenhaus wurde durch den Landwirt übernommen.
  • Die Investition des Erdgas-BHKW und der weiteren Energie – Optimierungsmaßnahmen wurden durch die encadi GmbH im Rahmen eines Contractingmodells getragen.

 

Wärmeversorgung

  • Dämmung von 3800 m2 Dachfläche brachte Wärmeeinsparungen von 340 MWh/a.
  • Erneuerung der Heizungsverteilung mit Hocheffizienzpumpen und Regelungstechnik.
  • Energieträgerumstellung von Heizöl auf Erdgas durch Ersatz des Erdölbrenners am Ölheizkessel durch einen Zweistoffbrenner (Heizöl als Redundanz).
  • Inbetriebnahme eines erdgasbetriebenen BHKW mit 70 kW elektrischer und 115 kW thermischen Leistung zur Energieversorgung des Hauses.
  • Inbetriebnahme eines biogasbetriebenen BHKW mit 400 kW el. und 445 therm. Leistung zur Raumheizung und Warmwassererzeugung, Einspeisung des Stroms und Vergütung nach EEG zugunsten des externen Betreibers. Im Jahr 2012 konnten 698 MWh regenerativ erzeugte Abwärme genutzt und damit der Erdgasverbrauch gesenkt werden.
  • Neubau der geriatrischen Rehabilitationsklinik nach EnEV 2009.

 

Beleuchtung und Stromeinsparung

  • Energetische Sanierung der Beleuchtung unter anderem durch den Ersatz der Leuchtmittel durch energieeffizientere Leuchtmittel wie LED und Energiesparlampen.
  • Installation von Bewegungs- und Präsenzmeldern zur bedarfsgerechten Steuerung der Beleuchtungseinrichtung.
  • Verringerung des Fremdstrombedarfs um rund 34 % seit 2010 durch die klimafreundlichere Eigenstromerzeugung über das erdgasbetriebene BHKW.

 

Energiemanagement

  • Betreuung durch die encadi GmbH.
  • Erfassung und Auswertung der Energiemengen der BHKWs und Kesselanlagen.
  • Automatische Verbrauchsdatenerfassung der installierten Wärmemengenzähler mithilfe einer Gebäudeleittechnik.
  • Regelmäßige Erstellung eines Energieberichts.
  • Monatliche Kontrolle der Energierechnungen und Auswertung des Energieverbrauchs mit anschließender Information der Krankenhausverwaltung.

 

 


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