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St. Marien-Hospital Lüdinghausen



Mit einem vierstufigen Energiekonzept erfüllte das St. Marien-Hospital Lüdinghausen die Vorgaben des BUND und feiert diese Leistung bei der Verleihung des Gütesiegels am 25. Mai 2013.

 

 

Energiesparen und wachsen: Was paradox klingt, ist in Lüdinghausen Realität. Dazu braucht es Köpfchen, Einsatz und Kontinuität. Das St. Marien-Hospital verfolgt seit 2009 konsequent ein vierstufiges Energiekonzept, das die Dämmung der Dachflächen der Satteldächer, die Optimierung der Beleuchtungsanlagen und die Installation zweier moderner Blockheizkraftwerke umfasst.

 

Das Konzept bewährte sich derart, dass die Energieeinsparungen ausreichen, um die neu gebaute geriatrische Rehabilitationsklinik ohne zusätzliche Heizkessel versorgen zu können. Das liegt zum einen an der Höhe der Einsparungen, und andererseits daran, dass die Klinik den Neubau nach den strengen Kriterien der EnEV 2009 errichtet hat. Die Klinik zeigt, dass das Thema Energiesparen schon bei der Planung neuer Gebäude eine wesentliche Rolle spielen sollte, da hier die größten Einsparpotentiale zu realisieren sind.

 



 

Besonders hervorhebenswert ist die effiziente Zusammenarbeit mit einem ortsansässigen Landwirtschaftsbetrieb, der sich auf die Energieproduktion aus Biomasse spezialisiert hat. Bei herkömmlichen Geschäftsmodellen betreibt der Landwirt ein Blockheizkraftwerk zusammen mit einer Biogasanlage und liefert die Energie über Fernwärmeleitungen bzw. Stromnetze an den Verbraucher. Das St. Marien-Hospital Lüdinghausen zeigt, wie dieses Modell hinsichtlich der Energietransportverluste verbessert werden kann. Die Klinik verlegte eine zwei Kilometer lange Gasleitung und platzierte das Biogas-Blockheizkraftwerk des Landwirts kurzerhand in den eigenen Heizungskeller. So wurde eine Win-Win-Situation für beide Seiten geschaffen. Der Landwirt ist weiterhin Betreiber des Kraftwerks und speist Strom zum EEG-Tarif in das öffentliche Stromnetz ein. Die Klinik kann die Abwärme direkt vor Ort abnehmen und minimiert Wärmeverluste. Das Klima profitiert von der CO2-neutralen Energieproduktion.

 



 

Das Biogasblockheizkraftwerk ermöglichte zusammen mit einem weiteren erdgasbetriebenen die Umstellung des Energieträgers von Heizöl auf Erdgas. Zusammen mit dem insgesamt gesunken Energieverbrauch reduzierte sich der Kohlenstoffdioxidausstoß dadurch um mehr als ein Viertel.

 

Das St. Marien-Hospital Lüdinghausen ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie Energieeffizienz in Zusammenarbeit mit einem Energiedienstleister in den laufenden Krankenhausbetrieb integriert werden kann. Für ihr durchdachtes und konsequent umgesetztes Konzept erhält die Klinik das BUND-Gütesiegel „Energie sparendes Krankenhaus“.

 

 


Bund-Gütesiegel

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