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Kreiskrankenhaus Lörrach


Dank erneuerbarer Energien zur Wärme- und Stromerzeugung sank der Kohlendioxidausstoß um 27,1 Prozent (Gütesiegel 2009-2014)



Haupteingang Kreiskrankenhaus Lörrach

Zum fünften Mal ging das BUND-Gütesiegel am 17. November 2009 nach Baden-Württemberg. Das Kreiskrankenhaus Lörrach gehört zur Kliniken im Landkreis Lörrach GmbH, die für ihr großes Umweltengagement bekannt ist. Ein ganzheitlicher Ansatz zum Umweltschutz brachte hervorragende Ergebnisse.

 

Kontinuierliches Engagement für den Klimaschutz zahlt sich aus: Das Kreiskrankenhaus nutzt eine Holzhackschnitzelanlage, um den Gebäudekomplex mit Wärme für Heizung und Warmwasser zu versorgen. Die Stromerzeugung erfolgt über eine 166 Quadratmeter große Photovoltaikanlage (PV), die jährlich rund 22 Megawattstunden Strom liefert. Damit wird das Klima seit 2006 jährlich um 1.265 Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO2) entlastet.

 

Ein spezielles Programm beschreibt die konkreten Ziele der Kliniken des Landkreises Lörrach GmbH zum Schutz der Umwelt. Es enthält Definitionen aller technischen und organisatorischen Maßnahmen sowie Fristen zur Erreichung der Ziele und es ist Richtschnur der Umweltaktivitäten. Am Standort Lörrach gelangen enorme Einsparungen: Neben der Senkung der Emissionen für die Wärme- und Stromversorgung reduzierte die Einrichtung weitere Posten wie Hausmüll: minus 9 Prozent, Küchenabfall: minus 10 Prozent, Wasserverbrauch: minus 21 Prozent.



Gütesiegelverleihung mit Dr. Brigitte Dahlbender, BUND-Landesvorsitzende; Dieter Ahlbrecht, Geschäftsführer; Landrat Walter Schneider; Bernhard Bauer (v.l.n.r.)


Bernhard Bauer, Ministerialdirektor im Umweltministerium Baden-Württemberg

Für das Unternehmen gehört die Vereinbarkeit von wirtschaftlichem, gesellschaftlich-sozialem und ökologischem Handeln zu den wichtigsten Grundsätzen und -zielen. Der Aufbau eines Umweltmanagementsystems war für die Kliniken des Landkreises Lörrach GmbH der erste Schritt zu einer kontinuierlichen Reduzierung ihrer Umweltauswirkungen. Nur folgerichtig, dass sich alle drei Standorte bereits im Jahr 2002 der Umweltprüfung nach der EG-Öko-Audit-Verordnung (E-MAS II) unterzogen und zertifiziert sowie 2005 und 2008 für jeweils drei Jahre rezertifiziert wurden.

 

Besonderes Augenmerk richtet sich auf die Finanzierung: „Es war nicht immer einfach, Alles über Eigenmittel zu finanzieren. Die Kraftanstrengung hat sich gelohnt“, freut sich Peter Lepkojis. Die Hoffnung auf eine klimafreundliche Zukunft lässt sich aus der Auszeichnung auch ableiten: „Wir streben eine weitere kontinuierliche Absenkung des Energieverbrauchs mittels effizienter Lösungen und dem sparsamen Umgang mit Energie an“, verspricht der Verwaltungschef.

 

Der Amtschef des Umweltministeriums, Ministerialdirektor Bernhard Bauer, lobte das beispielhafte Umweltengagement der Kliniken. "Die Ergebnisse sprechen für sich: Durch ein systematisches Umweltmanagement können Umweltressourcen geschont, ein Beitrag zum Klimaschutz geleitstet und gleichzeitig die laufenden Betriebskosten gesenkt werden." Die Würdigung durch die BUND-Auszeichnung sei mehr als verdient. "Es ist ein sichtbares Zeichen der Anerkennung für einen zukunftsweisenden Klinikbetrieb", betonte Bauer.

 

Die Landesvorsitzende des BUND Baden-Württemberg Dr. Brigitte Dahlbender sagte: „Die Klinik zeigt, dass Krankenhäuser enorme Einsparpotenziale besitzen und die anspruchsvollen Kriterien des BUND-Gütesiegels erfüllen können.“ Dahlbender erklärte weiter: „Die Kliniken des Landkreises Lörrach haben bewiesen, dass sich Ziele wie Energieeffizienz, Ökologie und Wettbewerbsfähigkeit nicht ausschließen, sondern gemeinsam umsetzen lassen.“

 

Bis November 2009 haben nun 29 Krankenhäuser bundesweit das BUND-Gütesiegel erhalten.

 

 


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