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Vivantes Klinikum Neukölln


TECHNISCHE FAKTEN

Vivantes Klinikum Neukölln

Das Klinikum am Standort Neukölln setzt vor allem gering- oder nichtinvestive Einsparmaßnahmen um. Das Technische Team spürt akribisch irreguläre Betriebszustände auf, um diese abzustellen und arbeitet beim Thema Energie eng mit der Geschäftsführung des Standortes zusammen.

Mit der eingesparten Wärmemenge könnte die Rasenfläche von zehn Berliner Olympiastadien beheizt werden. 890 Berliner 4-Personen-Haushalte könnten mit dem in Berlin-Neukölln eingesparten Strom versorgt werden. Die seit 2007 erzielten Einsparungen des Klinikums entsprechen dem ökologischen Fußabdruck von 2.285 Berlinerinnen und Berlinern.

 

Wärmeversorgung

  • Anpassung der Klimaanlagennutzungszeiten
  • Austausch von gealterten Registern gegen Hocheffizienz-Register mit sehr geringen Strömungswiderstand
  • Umfassende Abschaltung der Dampf-Luftbefeuchtung in RLT-Anlagen
  • Verwendung der Restwärme des Kesselabschlamm- und absalzwasser zur Beheizung
  • Verwendung der Wärmerückgewinnungsanlagen im Hochsommer zur Raumkühlung
  • Fixierung der Heizkörper-Thermostatventile in der Öffnung
  • Demontage der Warmwasserspeicher und Nutzung des Rohrleitungsnetz als Speicher sowie
  • Umbau der ersten großen Versorgungsgebiete zu dezentralen Warmwassererzeugungen, zur Reduzierung der Wasserumlaufmengen und Zirkulations-Energieverluste
  • Konsequente Reduzierung der Wasser-Verbrauchsstellen

Kälteversorgung

  • Erneuerung der Dampf-beheizten Absorption-Großkälteerzeuger gegen 3 stromangetriebene Schraubenverdichter und 1 Turbo-Verdichter, einschl. der Nutzung der freien Kühlung in den Jahres-Übergangszeiten

 Elektroenergie 

  • Umfassender Austausch der Leuchtkörper: Die herkömmlichen Leuchten mit Leuchtstoffröhren wurden flächendeckend umgebaut und durch Energiesparlampen (T 5-Leuchten) ersetzt.
  • LED- und Energiesparleuchten wurden in ausgewählten Punkten eingesetzt
  • Erneuerung des Großteils der Wasser-Umwälzpumpen gegen Hocheffizient-Pumpen

Wasser

Im Vergleich zu 2007 Einsparungen von weiteren 9.000 m³ Wasser pro Jahr, das sind zusätzlich 5 %

Energiemanagement

  • Durch die Nutzung der Gebäudeleittechnik konnten Einsparungen in Regelprozessen erschlossen werden bzw. konnten bei Zunahme von Teilverbräuchen Analysen die verursachenden Effekte offenbaren und Gegenmaßnahmen abgeleitet werden
  • Tägliche Kontrolle des Elektro-Energieverbrauchs und tagesgleiche Ursachenerforschung bei abweichenden Effekten
  • Technisches Team arbeitet mit „allen Sinneswahrnehmungen“, um irreguläre Betriebszustände, die zu vermeidbarem Energie- und Medienverbrauch führen, zu erkennen und abzustellen. Erfahrungen werden im Team multipliziert.

 


2009: Feierliche Erstauszeichnung mit allen am Projekt beteiligten Personen sowie den Festrednern



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