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Klinikum Konstanz


TECHNISCHE FAKTEN

Klinikum Konstanz

 

Das Klinikum in Baden-Württemberg bekam zum ersten Mal im Jahr 2008 das Gütesiegel „Energie sparendes Krankenhaus“ vom BUND verliehen. Die ab 2003 eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz hatten zur Folge, dass jährlich bis zum Jahr 2006 die CO2 –Emissionen um 1.661 Tonnen reduziert wurden. Dies entspricht 25,3 %.

 

Die CO2-Emissionen konnten in den Folgejahren der Erstauszeichnung um zusätzlich 124 Tonnen pro Jahr reduziert werden. Das ist pro Patientenbett ca. 2800 kWh weniger Energie pro Jahr.

Vor allem durch die Reduzierung des Energieverbrauchs können, seit 2007, über 120.000 Euro jährlich an Kosten eingespart werden.

 



Heizungstechnik

 

Die energieeffizienten Maßnahmen im Klinikum seit 2003 sind zahlreich:

 

 

  • Über zwei Photovoltaikanlagen ist es der Einrichtung möglich, Strom in das öffentliche Netz einzuspeisen. Damit arbeitet das Haus wirtschaftlich und sorgt nachhaltig für die Stadt Konstanz.
  • Für die Wärmeerzeugung des Klinikums sind zwei Heißwasserkessel mit einer Heizleistung von 2.300 Kilowatt (kW), ein Heizwasserkessel mit einer Heizleistung 1.300 kW und zwei Hochdruckdampfkessel mit einer Heizleistung 910 kW installiert. Von der Energiezentrale aus werden sämtliche Gebäude über das Fernheiznetz mit Heizwärme versorgt. Mit den Heizkesseln kann der interne Spitzenbedarf abgedeckt werden.
  • Das erdgasbetriebene BHKW hat eine thermische Leistung von 1.280 kW und eine elektrische Leistung von 835 kW. Der Gesamtwirkungsgrad dieses BHKW mit ca. 78 % übersteigt den Wert eines konventionellen Fernwärmekraftwerkes mit einem Gesamtwirkungsgrad von oftmals nur 35 % deutlich.
  • Das vorhandene BHKW soll im Jahre 2015 durch ein effizientes neues BHKW ersetzt werden.
  • Nach Abschluss der Sanierung des Hauptgebäudes wurden alle Heizungsregler erneuert. Die neue Dämmung der Gebäude senkt den Wärmebedarf der Klinik drastisch. Allein für den Gebäudebestand benötigt eine Klinik zwei Drittel des gesamten Energieverbrauchs.
  • Heizungspumpen werden schrittweise durch elektrisch geregelte Pumpen ausgetauscht, um den Strombedarf weiter zu senken.
  • Auch die neue Klinikküche trägt deutlich zur Energieeinsparung bei. Der Verbrauch in der Küche sankt um 30 Prozent.
  • Andere kleinere Maßnahmen wie die Dachbegrünung unterstützen die umfassenden baulichen Änderungen.

 



 

Kältetechnik

  • Mit dem Ziel einer zuverlässigen, effizienten und wirtschaftlichen Kältebereitstellung setzt das Haus auf Kraft-Wärme-Kälte Kopplung, wobei die überzählige Wärme aus dem BHKW in der Absorptionskältemaschine zu Kälte für den Eigenbedarf umgewandelt wird. Die Leistung dieser Maschine und einer Kompressionskältemaschine liegt bei je 400 kW. Mit der Kälte werden Patientenzimmer, Personal- und Gemeinschaftsräume klimatisiert.

 

Personelles Engagement

  • Das technische Personal ist gut in alle energietechnischen Abläufe eingebunden. Fortbildungen finden regelmäßig statt. Mit dem langjährigen Wissen aus dem täglichen Betrieb lassen sich die Anlagen effizient und energiesparend betreiben. Über Aushänge und Informationen über das Intranet werden alle klinischen Beschäftigten über Energiesparmaßnahmen informiert und zur Mitwirkung motiviert.

Energiemanagement

  • Dank der Energiezentrale, die 2005 in Betrieb ging, müssen rund 80 Prozent weniger Energiekosten als davor aufgewendet werden.
  • Über das Energiemanagementsystem (EMS) lassen sich viele Abläufe transparent abbilden, Fehlentwicklungen oder defekte Stromzähler sofort erkennen und Fehler beheben. Mit Hilfe des EMS erfolgt ein Controlling der Drittverbraucher (Ärztezentrum u.a.). Die zeitnahe Auswertung gewährleistet eine gute Übersicht des Einsparpotenzials.
  • Im Rahmen des Energiemanagements wurden alle Gebäude mit eigenen Stromzählern ausgestattet. Diese können ständig online abgerufen werden.

 

Bereits seit 1990 setzt sich die Technische Abteilung verstärkt für die Reduktion des Wasserverbrauchs in der Klinik ein. Hier spart die Einrichtung seitdem mehr als 55 Prozent kostbares Trinkwasser ein. Seit dieser Zeit wird auch umfassend das Abfallmanagement umgesetzt.

 

 


Bund-Gütesiegel

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