Newsletter Ausgabe 5/2006
Liebe Leserinnen und Leser,
in den letzten Wochen war das Thema Klimawandel in aller Munde. Prognosen, Einsparziele und mögliche Instrumente zur Vermeidung der Klimakatastrophe sowie die Kosten wurden umfangreich diskutiert. Die durch den Klimawandel im Stern-Report prognostizierten Schäden werden zwischen fünf und 20 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung kosten, während die Kosten einer konsequenten Klimaschutzpolitik nur etwa ein Prozent des weltweiten Bruttoinlandsproduktes betragen würden.
Energieeffizienz wird eine entscheidende Rolle dabei spielen, ob der Klimawandel noch in Grenzen gehalten werden kann. Vor diesem Hintergrund möchten wir Sie mit den folgenden Beiträgen und Angeboten ermuntern selbst aktiv zu werden.
Mit freundlichen Grüßen
Mechthild Zumbusch
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Inhalt:
1. Bericht über die Netzwerkveranstaltung des BUND Gütesiegels
2. GreenLight-Programm zeichnet Johanniter-Krankenhaus Bonn für Beleuchtungseffizienz aus
3. Pumpensysteme auf dem Prüfstand – das Beispiel Klinikum Darmstadt
4. Initiative ‚Schadstofffreies Krankenhaus’ gestartet
5. Förderprogramme und Beratungen
6. Veranstaltungshinweise
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1. Bericht über die Netzwerkveranstaltung des BUND Gütesiegels
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Ein gutes Leben erfordert eine gesunde Umwelt – und Krankenhäuser können dabei Maßstäbe setzen. Darin waren sich die Teilnehmer des 3. Netzwerktreffens des Projektes „Energie sparendes Krankenhaus“ des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) einig. Das Treffen, zu dem rund 60 Teilnehmer angereist waren, fand am 24. Oktober 2006 im Berliner Energieforum statt.
Michael Müller, Staatssekretär im Bundesumweltministerium und Schirmherr des Projektes, nannte die Zusammenarbeit zwischen den Krankenhäusern und dem BUND „beispielgebend“. Mit ihrem Engagement zeigten die Kliniken ein umfassendes und ganzheitliches Verständnis von Gesundheit. Manfred Breitenkamp, Leiter der Abteilung Umweltpolitik in der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, sagte in seinem Grußwort auf der Veranstaltung: „Gäbe es Sie nicht – man müsste Sie erfinden.“ Gerade Krankenhäuser seien wichtige Adressaten für den Klimaschutz. An Projekten wie dem des BUND sei zu erkennen, dass Berlin nicht nur „arm und sexy“ sei, sondern auch reich an guten Ideen.
Andreas Jarfe, Geschäftsführer des BUND Berlin, wies auf die Brisanz des Themas Klimaschutz hin. Der Erfolg des Filmes „Eine unbequeme Wahrheit“ des früheren US-Vizepräsidenten Al Gore zeige, dass diese inzwischen auch in der Öffentlichkeit angekommen sei. Der BUND versuche, nicht nur auf Mängel und Versäumnisse hinzuweisen, sondern auch Alternativen aufzuzeigen und zu unterstützen. Damit zeige der BUND, dass „wir mehr sind als nur Nörgler“.
Zahlreiche Referenten des Netzwerktreffens betonten in ihren Vorträgen, dass Energie und Wärme vor allem dann in großem Umfang eingespart werden können, wenn die einzelnen Häuser speziell auf sich zugeschnittene Konzepte erarbeiten. Das betrifft sowohl die Wahl der richtigen Technik als auch eines sinnvollen Finanzierungsmodells.
Fotos von der Netzwerkveranstaltung finden Sie hier:
http://www.energiesparendes-krankenhaus.de/index.php?id=243
Bei Interesse an den Vortragsfolien wenden Sie sich bitte an: peter.crain@bund-berlin.de
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2. GreenLight-Programm zeichnet Johanniter-Krankenhaus Bonn für Beleuchtungseffizienz aus
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Die Europäische Kommission verlieh neben zwei Kommunen und drei Unternehmen dem Johanniter Krankenhaus Bonn als Vorreiter in Sachen Energieeffizienz in diesem Jahr die Greenlight-Plakette für Energieeinsparung durch effiziente Beleuchtung.
Das Johanniter-Krankenhaus Bonn erreichte dies durch ein Licht-Contracting mit der Eurolux AG. Im Rahmen eines Leasingvertrages über neun Jahren konnten durch die Modernisierung der gesamten Deckenbeleuchtung der Strombedarf der Beleuchtungsanlagen von 120.000 Euro auf 60.000 Euro reduziert werden. Die Investitionen refinanzieren sich dabei aus den eingesparten Energiekosten.
Das europäische GreenLight-Programm zeichnet private und öffentliche Organisationen aus, die den Stromverbrauch von Beleuchtungsanlagen durch Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz erheblich reduzieren. Durch den Einsatz des neuesten Standes der Technik muss eine Verringerung des Gesamtstromverbrauchs für die Beleuchtung von mindestens 30 Prozent erreicht werden.
Bei Fragen zum Greenlight-Programm wenden Sie sich bitte an:
Nationale Kontaktstelle des GreenLight-Programms
Berliner Energieagentur GmbH
Frau Kerstin Kallmann
Tel.: 030 - 293330-33
E-Mail: kallmann@berliner-e-agentur.de
www.eu-greenlight.org
Informationen zum Lichtleasing des Johanniter Krankenhaus Bonn finden Sie unter:
www.euroluxag.de/facility_mag.html
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3. Pumpensysteme auf dem Prüfstand – das Beispiel Klinikum Darmstadt
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Die Deutsche Energie-Agentur (dena) bietet seit mehr als einem Jahr im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Energieeffiziente Systeme in Industrie und Gewerbe“ Unternehmen aus diesem Bereich eine „Initialberatung vor Ort“ an, um speziell bei Pumpensystemen mit den dazu gehörigen Antriebstechniken Energie- und Kostensenkungspotentiale aufzuspüren. Neben der Initialberatung wird dann noch eine vertiefende Energieanalyse und Umsetzungsberatung durchgeführt. Damit sollen die Unternehmen zur Umsetzung von Optimierungsmaßnahmen ermuntert werden.
Das Klinikum Darmstadt hat dieses Beratungsangebot der dena angenommen und so stellte man im Darmstädter Klinikum ein Energieeinsparpotenzial von 20 Prozent des derzeitigen Verbrauchs beim Pumpensystem fest.
Durch den Ergebnisbericht fühlt sich das Klinikum Darmstadt in seinem bisherigen Vorgehen bestätigt: Nach der Beratung wurde eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Pumpen gemacht und ein Zeitplan für den Austausch der gravierenden „Energiefresser“ durch Hocheffizienzpumpen erstellt.
Nach 14 Energieberatungen der Kampagne bilanziert die dena ein durchschnittliches Energieeinsparpotenzial von 21,5 Prozent. Das entspricht etwa 256.000 kWh Energie beziehungsweise 21.200 Euro pro Jahr.
Die wichtigsten Infos zur kostenlosen Vor-Ort-Beratung der Deutschen Energieagentur (dena):
www.system-energieeffizienz.de/page/index.php?id=26
Zur Zwischenbilanz „Energieeffiziente Systeme in Industrie und Gewerbe“:
www.system-energieeffizienz.de/page/index.php?id=10#c7924
Weitere Information zu den Erfahrungen des Klinikums Darmstadt erhalten Sie von:
Dipl.-Ing. Holger Schröder
Abteilungsleiter Klinikökologie/Umweltschutz
Telefon: 06151/107-5650, Fax: -5659
Email: holger.schroeder@klinikum-darmstadt.de
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4. Initiative ‚Schadstofffreies Krankenhaus’ gestartet
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Viele Medizinprodukte im Krankenhaus bestehen aus PVC, dem der Weichmacher DEHP zugesetzt ist. Aufgrund aktueller Forschungsergebnisse wurde DEHP als entwicklungs- und fortpflanzungsschädigend eingestuft. Dabei sind Medizinprodukte aus sichereren Materialien verfügbar. Krankenhäuser können ihre Patienten schützen, indem Sie auf PVC verzichten. Die Initiative ‚Schadstofffreies Krankenhaus’ hilft dabei.
Aufgrund vielfältiger schädigender Wirkungen in Tierversuchen hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eine Warnung veröffentlicht, dass in der Intensivversorgung von Früh- und Neugeborenen eine DEHP-Belastung wenn möglich vermieden werden soll. Der Verzicht auf PVC-haltige Medizinprodukte bedeutet besseren Gesundheitsschutz der Patienten und somit eine bessere Dienstleistung des Krankenhauses.
Die Initiative ‚Schadstofffreies Krankenhaus’ wird getragen von Health Care Without Harm (HCWH), der European Academy for Environmental Medicine (EAEM) und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Sie bietet Krankenhäusern Unterstützung beim PVC-Ausstieg:
-Ausführliche Materialien und Kontakt zu Experten
-Kontakt zu zahlreichen Krankenhäusern in Europa, die eine PVC-Substitution durchgeführt haben
-Ein Netzwerk von Pilot-Krankenhäusern in Deutschland zum Erfahrungsaustausch
-Begleitung sämtlicher Schritte der PVC-Substitution
- Einen Leitfaden zur Durchführung eines PVC-Audits und eine Datenbank mit Alternativprodukten
-Unterstützung der gezielten Pressearbeit zur PVC-Reduktion in Ihrem Krankenhaus.
Weitere Informationen: www.bundgegengift.de
Ansprechpartner: Christopher Garthe, E-Mail: chem@bund.net
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5. Förderprogramme und Beratungen
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Marktanreizprogramm 2007 - Fördermittel werden aufgestockt
Das Marktanreizprogramm wird in 2007 fortgeführt. Für das kommende Jahr wurde eine deutliche Aufstockung der Fördermittel des Marktanreizprogramms beschlossen. Solarkollektoren, Biomassekessel und Geothermie-Anlagen werden also in 2007 weiter gefördert. Die Einzelheiten der neuen Förderung müssen noch geregelt werden. Eine Antragstellung ist erst möglich, wenn die neuen Antragsvordrucke erhältlich sind – Vormerkungen können nicht entgegengenommen werden.
Weitere Informationen zum Marktanreizprogramm 2007 erhalten Sie nach der Veröffentlichung der Richtlinie bei der Bafa unter: www.bafa.de
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6. Veranstaltungshinweise
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3. Workshop Photovoltaik-Modultechnik
29. / 30.November 2006, TÜV Rheinland, Köln-Poll
Veranstalter: Landesinitiative Zukunftsenergien NRW
Die Veranstaltung gibt einen Überblick über den neuesten Stand der Technik, die Entwicklung von Produktion und Markt sowie die bestehenden Produktanforderungen und Problemstellungen.
Weitere Informationen:
Sabine Michelatsch,
Landesinitiative Zukunftsenergien NRW,
Tel. (02 11) 896 - 4610; Fax: (02 11) 896 - 4611
E-Mail: michelatsch@energieland.nrw.de
Einladung-Flyer mit Programm und Anmeldung : www.energieland.nrw.de/aktuelles/tmp/061129PV-Einladung.pdf
CLEAN ENERGY POWER® 2007
24. / 25.01.2007, ICC Berlin
Veranstalter: REECO GmbH
Innovations-Kongress und Ausstellung für Erneuerbare Energien und Energieeffizientes Bauen und Sanieren.
Im Rahmen der Clean Energy Power findet am 25.01.07 die 3. Fachtagung: „Perspektiven Dezentraler Energiesysteme“ statt.
Weitere Informationen:
http://www.energiemessen.de/
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Impressum:
Hrsg. Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
Landesverband Berlin e.V.
Crellestraße 35
10827 Berlin
Tel.: (030) 78 79 00 – 0
Fax: (030) 78 79 00 -18
E-Mail: presse@bund-berlin.de
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bitte eine E-mail an: newsletter@bund-berlin.de
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Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an:
Projektleiterin Mechthild Zumbusch
mechthild.zumbusch@bund-berlin.de
BUND Landesverband Berlin e.V.
Crellestr. 35
10827 Berlin
Tel. (030) 78 79 00 – 21
Fax. (030) 78 79 00 – 28
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