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LWL-Klinik Lippstadt



2006: Dr. med. Josef Leßmann, LWL-Klinik; Christof Sommer, Bürgemeister; Dr. med. Nahlah Saimeh, LWL-Klinik; Gernot Hilge, LWL; Manfred Maas; Helmut S. Ullrich; Rüdiger Keuwel, alle LWL-Klinik; Harald Nölle, BUND


BUND zeichnet LWL-Klinik Lippstadt erneut für vorbildliche Energieeffizienz aus

CO2-Verbrauch um weitere 872 Tonnen pro Jahr reduziert:

 

Klinik mit über 1.000 Betten setzt Blockheizkraftwerk ein und spart über 130.000 Euro Energiekosten

 

Lippstadt.

Eine vorbildliche Energieeffizienz hat der BUND der LWL-Klinik Lippstadt attestiert. Nach 2006 erhielt die Einrichtung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) erneut das Gütesiegel „Energie sparendes Krankenhaus“.

Prof. Dr. Heinrich Münz, stellvertretender Vorsitzender der BUND-Kreisgruppe Soest, begleitet von Karl Dietz li. (BUND), überreichte die Auszeichnung an den Kaufmännischen Direktor Helmut S. Ullrich, Manfred Maas, Leiter der Abteilung Bau und Technik, und Franz-Josef Heiming, Sachgebietsleiter Zentrale Energieversorgung.

 

„Im Jahr 2010 wurden 10,9 Prozent weniger klimaschädliches Kohlendioxid durch den Betrieb der LWL-Klinik Lippstadt emittiert als noch 2004. Das entspricht einer Reduzierung um 872 Tonnen CO2 im Jahr“, würdigte Münz die beachtliche Leistung, die zur Führung des BUND-Gütesiegels berechtigt.

Indirekt trage so jeder Patient, der sich für die LWL-Klinik entscheidet, zum Klimaschutz bei. Insgesamt profitiere aber nicht nur die Umwelt: Der Landschafts¬verband habe seine Energiekosten am Standort Lippstadt pro Jahr um mehr als 130.000 Euro gesenkt.

 

„Das Energiepolitische Konzept des LWL fordert eine Reduzierung der CO2-Emissionen um 45 Prozent von 1990 bis zum Jahr 2020. Unter Berücksichtigung der Einsparungen im Berichtszeitraum 1999 bis 2004 mit einer CO2-Reduktion von 33,2 Prozent hat die LWL-Einrichtungen in Lippstadt, die an die Zentrale Energieversorgung der Klinik angeschlossen sind, das gesetzte Ziel bereits erreicht. Seit 1999 wurde in Lippstadt der Kohlendioxidausstoß insgesamt um fast 8.300 Tonnen pro Jahr vermindern.

 

Die Energieeinsparungen wurden durch ein umfangreiches Maßnahmenpaket möglich , das die Abteilung Bau und Technik unter Federführung von Franz-Josef Heiming umgesetzt hat. Dazu zählten die Installation eines Blockheizkraftwerks und die Erneuerung der erdverlegten Fernwärmeleitungen. Die oberirdischen Fernwärmeleitungen wurden regelmäßig überprüft und bei Bedarf instandgesetzt oder verbessert. Zudem sind inzwischen in den meisten Gebäuden Hocheffizienz-Heizungsumwälzpumpen eingebaut. Im Zuge von Modernisierungen werden kontinuierlich Fenster mit Wärmeschutzverglasung eingesetzt und Dämmmaßnahmen durchgeführt. Gespart wurde nicht nur bei der Energieversorgung. So konnte der Trinkwasserverbrauch seit 2006 um etwa 20 Prozent gesenkt werden.

 



 

Die Klinik, die mit ihrer Energiezentrale weit über ihre eigenen Häuser für psychisch Kranke und Suchtkranke hinaus auch drei weitere LWL-Großeinrichtungen in den Ortsteilen Eickelborn und Benninghausen versorgt, setzt seit vielen Jahren auf Engagement für Energieeinsparungen. Seit Ende der 70er Jahre werden die Energiewerte für den LWL-Klinikenkomplex erfasst. Der Ausstoß an klimaschädlichem Kohlendioxid ging in diesem Zeitraum um über 60 Prozent zurück.

 

Ein umfassendes Energiemanagement gekoppelt mit technischen Modernisierungen wie zum Beispiel der Umstellung auf hocheffiziente Brennwerttechnik zur Wärmeerzeugung sowie der Dezentralisierung der Trinkwassererwärmung haben den Einsparerfolg ermöglicht. Eine stetige Verringerung des Verbrauchs an Wärmeenergie wurde damit eingeleitet.

 

Nur sechs der insgesamt 400 Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen haben bisher das BUND-Gütesiegel erhalten. Insgesamt sind es bis 2011 bundesweit 31 Kliniken, davon sieben in öffentlicher Trägerschaft.

 

Die LWL-Klinik Lippstadt arbeitet bereits weiter an energiesparenden Maßnahmen, um in fünf Jahren erneut den Kriterien des BUND zu entsprechen und die Umwelt nachhaltig zu entlasten.

 


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