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Marienhospital Gelsenkirchen



v.l.n.r: Harald Nölle (AK Energie BUND NRW); Propst Manfred Paas (Vorsitzender des Verwaltungsrates); Christian Tögel(Energieagentur NRW); Aloys Graw (Planungsbüro Graw); Peter Weingarten (Geschäftsführer des Marienhospital)

Gelsenkirchen, 17.Januar 2006 – Das Marienhospital in Gelsenkirchen erhält das Gütesiegel „Energie sparendes Krankenhaus“ des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Grund für die Auszeichnung sind unter anderem Einsparungen von über 5.000 Tonnen Kohlendioxid (CO2) im Jahr. Das entspricht der Menge an CO2, die rund 150 Haushalte (Strom und Wärme) pro Jahr produzieren.

 

 

„Mit diesen Einsparungen leistet das Marienhospital einen großen Beitrag für unsere Umwelt“, stellte Harald Nölle vom Arbeitskreis Energie des BUND-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen fest. „Daran zeigt sich, wie erfolgreich sich jeder Einzelne für den Klimaschutz einsetzen kann.“ Nölle hob besonders hervor, dass die derzeit noch mit Erdgas betriebenen Blockheizkraftwerke auch auf Biogas umgestellt werden können. „Mit dieser zukunftsorientierten Haltung setzt das Marienhospital Maßstäbe.“

 

Über vier Millionen Euro kostete die neue Strom- und Wärmeversorgung des Marienhospitals. Eine Investition, die sich schon bald bezahlt machen wird: Die prognostizierte Einsparung beträgt jährlich 500.000 Euro an Energiekosten. Kernstück der neuen Energieversorgung, die von dem auf Energietechnik spezialisierten Gelsenkirchener Planungsbüro Graw betreut wird, bilden zwei hocheffiziente Blockheizkraftwerke und Spitzenlastkessel. Durch die konsequente Nutzung der Wärme, die bei der hauseigenen Stromproduktion entsteht, deckt das Krankenhaus 80 Prozent seines Wärmebedarfs. Vor den Umbauten hatte das Marienhospital die Arbeitsräume und Patientenzimmer ausschließlich über Nachtspeicheröfen beheizt.

 

 


Bild der Verleihung


Übergabe des Gütesiegels durch Harld Nölle, BUND NRW(l.) an Peter Weingarten, Geschäftsführer des Marienhospitals (r.)


„Die Verpflichtung, schonend mit Energien und Rohstoffen umzugehen, haben wir bereits vor sechs Jahren in unser Leitbild aufgenommen“, sagte Peter Weingarten, Geschäftsführer des Marienhospitals. „Auch wenn die Umsetzung einige Zeit in Anspruch genommen hat, können wir jetzt nur sagen: Es ist ein großartiger Erfolg für uns alle.“

 

Norbert Hüttenhölscher, Geschäftsführer der Energieagentur NRW, die das Projekt als nicht-kommerzielle Einrichtung des NRW-Wirtschaftsministeriums beratend begleitete, betonte: „Eine Investition dieser Größenordnung ist in mehrfacher Hinsicht eine gute Sache. Gewinner sind die örtliche Wirtschaft und das Marienhospital selbst, dass langfristig in seiner Wirtschaftskraft gestärkt wird.“ Aus Sicht der Energieagentur NRW sei dieses Projekt über die Landesgrenzen hinaus vorbildlich.

 


Bund-Gütesiegel

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