Newsletter Ausgabe 3/2005
Liebe Leser und Leserinnen,
zwei neue Krankenhäuser mit spannenden und individuellen Lösungen zur Energieeffizienz und Minderung des Kohlendioxidausstoßes tragen seit Juni 2005 das BUND-Gütesiegel. Ein besonderer Anlass Sie über deren Konzepte und Ideen in unserem dritten Newsletter 2005 zu informieren.
Wie gewohnt erhalten Sie zudem weitere Informationen und Hinweise rund ums Thema Energieeffizienz. Neu ist unser BUND-Gütesiegel Einsparbarometer – ab sofort informieren wir Sie über die erzielten Einsparungen in Kilowattstunden und Euro summiert über alle BUND-Gütesiegelträger.
Der Newsletter ist das Medium unseres Netzwerkes mit dem wir kontinuierlich Maßnahmen und Erfolge zur Energieeffizienz in Krankenhäuser kommunizieren. Er lebt in erster Linie von Ihrer Mitteilungsfreude. Informieren Sie uns per E-mail oder telefonisch über die Maßnahmen in Ihrem Haus, über Entwicklungen oder Empfehlungen rund ums Thema. Helfen Sie uns Ihre Informationen für andere zugänglich zu machen.
Am 20. September findet unsere nächste Netzwerkveranstaltung unter dem Titel „Energieeffizienz als Wettbewerbsvorteil – durch Imagegewinn und Betriebskosteneinsparung“ in Berlin statt. Wir laden Sie bereits heute herzlich hierzu ein. Nähere Informationen erhalten Sie in diesem Newsletter unter „Veranstaltungshinweise“ sowie in Kürze auch auf unserer Homepage.
Viel Freude beim Lesen der aktuellen Informationen wünscht Ihnen
Ihre Mechthild Zumbusch
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Inhalt:
1. BUND-Gütesiegel Verleihung an die westfälische Kinder- und Jugendklinik und den westfälische Wohnverbund Marsberg
2. BUND-Gütesiegel Verleihung an die Rehabilitationsklinik Frankenhausen der BfA
3. Aktuelle Werte – das BUND-Gütesiegel Einsparbarometer
4. Neues Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) verabschiedet
5. Veröffentlichung zu Stromeffizienz
6. Veranstaltungshinweise
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1. BUND-Gütesiegel Verleihung am 1. Juni 2005 an die westfälische Kinder- und Jugendklinik und den westfälische Wohnverbund Marsberg
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Für die Reduzierung Ihres CO2-Ausstoßes um fast 30 Prozent durch Umstellung auf Holzhackschnitzelheizung und Energieeinsparung erhielten die Westfälische Kinder- und Jugendklinik Marsberg und der Westfälische Wohnverbund Marsberg in Trägerschaft des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe am 1. Juni 2005 vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V., das Gütesiegel „Energie sparendes Krankenhaus“. Die verminderte Ausstoßmenge des Treibhausgases Kohlendioxid entspricht einer jährlichen Einsparung von rd. 800 Tonnen.
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe unterstützt seit Jahren ein intelligentes Energiemanagement in seinen Einrichtungen und sucht nach zukunftsweisenden Formen der Energiebereitstellung. Dies erklärt, dass am Standort Marsberg entgegen des allgemeinen Trends im Krankenhauswesen der Energieverbrauch nicht nur wärme-, sondern auch stromseitig verringert werden konnte, und seit 2002 eine moderne Holzhackschnitzelkesselanlage im Einsatz ist.
Die Holzhackschnitzelkesselanlage, die Natur belassene Brennstoffe aus umliegenden Wäldern und Sägewerken verfeuert, gehört zu den größten nordrhein-westfälischen Holzheizwerken in öffentlicher Trägerschaft. Sie verfügt über eine Wärmeleistung von 850 kW und einem Investitionsvolumen von 652.000 Euro, Die Finanzierung erfolgte zu 35 Prozent durch die Holzabsatzförderrichtlinie des Landes Nordrhein-Westfalen. Unterstützt wurde das Vorhaben durch eine Initialberatung der Energieagentur in NRW.
Mehr Informationen und Fotos dazu unter
http://www.energiesparendes-krankenhaus.de.
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2. BUND-Gütesiegel Verleihung an die Rehabilitationsklinik Frankenhausen der BfA
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Als erste Klinik in Thüringen erhielt am 2. Juni 2005 die Rehabilitationsklinik Frankenhausen der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) in Bad Frankenhausen das Gütesiegel „Energie sparendes Krankenhaus“. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) überreicht der Klinik diese Auszeichnung für ihre Anstrengungen zur Energieeinsparung und zur Nutzung erneuerbarer Energien.
Im Vergleich zu anderen Krankenhäusern kommt die Klinik mit gut einem Fünftel weniger konventioneller Energie aus. Diesen Beitrag zum Klimaschutz und zur Ressourcenschonung erreicht die Klinik durch ein modernes Energiemanagement mit einer Reihe aufeinander abgestimmter Energieeinsparmaßnahmen. Hervorzuheben ist hierbei die Nutzung von Sonnenenergie zur Heizungsunterstützung, Wasservorwärmung und Schwimmbaderwärmung (Solarthermie). Mit knapp 650 Quadratmetern Kollektorfläche stellt die Solarthermie-Anlage das weithin sichtbare Herzstück der Klimaschutzmaßnahmen dar. Eine Besonderheit liegt darin, dass sie als Solardach eine konventionelle Dacheindeckung auf den Südflächen vollständig ersetzt. Im Rahmen des Förderprogramms „Solarthermie 2000“ wurde die Anlage als eines der größten Projekte dieses Programms aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert. Die Anlage erzeugt fast 40 % des Energiebedarfs für die Warmwasserbereitung und unterstützt die Heizung der Klinik zu über 30 %.
Durch kontinuierliche Optimierungen an der Solarthermieanlage und ein durchdachtes Energiemanagement konnten der Kohlendioxidausstoß im letzten Jahr um über 7% gesenkt werden. Die Rehabilitationsklinik Bad Frankenhausen erfüllt damit als 16. Krankenhaus bundesweit die anspruchsvollen Kriterien des BUND.
Mehr Informationen und Fotos dazu unter
http://www.energiesparendes-krankenhaus.de
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3. Aktuelle Werte – das BUND-Gütesiegel Einsparbarometer
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Unser BUND-Gütesiegel Einsparbarometer zeigt Ihnen die Einsparerfolge der von uns ausgezeichneten Krankenhäuser aktuell an.
Im Juli 2005 tragen 16 Krankenhäuser deutschlandweit das BUND-Gütesiegel „Energie sparendes Krankenhaus“. Jährlich weisen die ausgezeichneten Häuser gemeinsam folgende Bilanz auf:
Energieeinsparung: 52.000 MWh
Vermeidung an Kohlendioxidemissionen: 18.100 Tonnen
Dies entspricht dem jährlichen Ausstoß von 564 Durchschnittshaushalten in Deutschland.
Die eingesparten jährlichen Energiekosten entsprechen ca. 1.850 000 Euro
Helfen Sie mit, diese Werte weiter ansteigen zu lassen!
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4. Neues Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) verabschiedet – Kostenentlastung für Verbraucher?
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Der folgende Artikel wurde uns von Herrn Dipl.-Ing. Markus Schnier zugesandt und gibt die Meinung des Autors wieder. Herr Schnier Inhaber des Ingenieurbüros ECOTEC und war für Planung und Umsetzung der Holzhackschnitzelfeuerung in der Kinder- und Jugendklinik Marsberg verantwortlich.
Am 01.08.05 tritt das neue Energiewirtschaftsgesetz in Kraft. Politiker und Energieverbände verkünden eine Zeitenwende zu Gunsten der Verbraucher und prognostizieren fallende Energiepreise. Die Fakten sprechen dagegen.
Nach 2 Jahren zähen Ringens hat das Mammutwerk mit über 100 Paragraphen und diversen Verordnungen den Vermittlungsausschuss im Bundestag passiert. Für den Endverbraucher ist von Bedeutung, dass die mit dem Gesetz einhergehende Regulierung (Bundesnetzagentur) nur den Transport der Energie, also die Netze, kontrolliert.
Nicht zuletzt weil die Energieerzeugung und der Energieimport durch die Konzentration der letzten Jahre wieder oligopolartig aufgestellt sind, haben sich die reinen Energiepreise wieder mehr als verdoppelt. Der Strompreis ist auf mittlerweile ca. 4,50 ct./kWh gestiegen - im Jahr
2000 konnte auch ein mittelgroßer Industriebetrieb noch Preise von unter 1,50 ct./kWh für die reine Energie verhandeln. Ein Liter Heizöl kostete 1999 noch um 15 Cent, heute über 40 Cent. Erdgas ist durch die Ölpreisbindung entsprechend verteuert worden.Durch das neue EnWG können unseres Erachtens Preissenkungen bei der Durchleitung von etwa 15 % erwartet werden. Bei Netznutzungskosten von ca. 2,00 ct./kWh beim Strom also ca. 0,30 ct/kWh. Beim Erdgas liegen die durchschnittlichen Durchleitungskosten bei ca. 0,40 ct./kWh, hier würde die Einsparung also ca. 0,06 ct/kWh betragen.
Bilanziert man die Belastung durch Energiepreisanstieg gegen die Entlastung aufgrund erwarteter Netzentgeltabsenkungen, so ergibt sich eine Netto-Verteuerung bei Strom von über 2,5 ct/kWh und bei Gas in HEL-gebundenen Verträgen – von über 2,0 ct/kWh. Dazu kommen die gesetzlichen Belastungen aus Ökosteuer, EEG- und KWKG-Abgabe.
Fazit: Das EnWG wird die Erwartungen der Energieverbraucher nicht erfüllen. Vielmehr ist von weiter steigenden Energiepreisen auszugehen, weil der weltweite Energiebedarf zunimmt. Somit werden die Themen Energieeffizienz und regenerative Energien weiter an Bedeutung zunehmen.
ECOTEC
Ingenieure für Energie
und Umwelt-Management
Dipl.-Ing. Markus Schnier
Stadtmauer 9 a
D-59872 Meschede
Tel.: 0291 - 95 29 95 10
Fax: 0291 - 95 29 95 29
www.ecotec-online.com
Wir danken Herrn Schnier für die Zusendung des Artikels.
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5. Veröffentlichung zu Stromeffizienz
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Die Zunahme an Computerarbeitsplätzen in den letzten Jahren hat auch in Krankenhäusern zu einer deutlichen Erhöhung des Stromverbrauchs geführt. Anbei möchten wir Sie auf eine Veröffentlichung des ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung hinweisen, in der praxisorientierte Tipps zum Themenkomplex effiziente Computeranwendung gegeben werden.
Unter http://www.ifeu.de/energie/nav_seit/fr_klima.htm und dort Energieeffizienz/ Stromeffizienz/ EDV-Einsatz in Gewerbebetrieben/ finden Sie die entsprechenden Tipps.
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6. Veranstaltungshinweise
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Werkstatt-Bericht: Aus Wärme Kälte machen - kostenoptimiert und energieeffizient
Veranstalter: Bremer Energie-Konsens
Zeit: 28.06.2005, 16.00 - 19.00 Uhr
Ort. Bremerhaven, Kreissparkasse Wesermünde-Hadeln
Mehr unter www.energiekonsens.de
Workshop zur Effiziente Stromanwendung Schwerpunkt EDV-Geräte
Veranstalter: ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschuung
Zeit: 19.07.05, 14:00
Ort: Neuer Rathaussaal Heidelberg
Mehr unter www.ifeu.de/energie/nav_seit/fr_klima.htm
Konferenz: 1. Europäische Konferenz über Krankenhaustechnik
Krankenhaustechnik in Europa - Status und künftige Herausforderungen
Veranstalter: Fachvereinigung Krankenhaustechnik e.V.
Zeit: 5.-7.09.2005
Ort: Baden-Baden
Mehr unter www.fkt.de
Netzwerkveranstaltung des BUND-Gütesiegels
Unter dem Veranstaltungstitel „Energieeffizienz als Wettbewerbsvorteil – durch Imagegewinn und Betriebskosteneinsparung“ haben wir für Sie ein interessantes und abwechslungsreiches Tagungsprogramm zusammengestellt. Die Referenten unserer Veranstaltung werden Ihnen hierzu wertvolle Impulse bieten.
Nutzen Sie die Gelegenheit, sich mit Kaufmännischen und Technischen Leitern aus Krankenhäusern, Vertretern der Krankenhausträger und Energiedienstleistungsunternehmen sowie politisch Verantwortlichen über Energieeinsparpotentiale und Klimaschutz im Krankenhaus auszutauschen.
Im Anschluss der Redebeiträge bieten wir Ihnen eine Exkursion an. Dieses Jahr werden wir Ihnen den Potsdamer Platz aus einer neuen Perspektive vorstellen. Als Abrundung des Tages freuen wir uns darauf mit Ihnen in einem Lokal in der Nähe des Veranstaltungsortes zu Abend zu essen.
Zeit: Dienstag 20.09.2005 um 11:00 Uhr
Ort: Elisabeth Klinik, Lützowstraße 24-26, 10785 Berlin-Mitte
hierzu bald mehr auf www.energiesparendes-krankenhaus.de.
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Impressum:
Hrsg. Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
Landesverband Berlin e.V.
Crellestraße 35
10827 Berlin
Tel.: (030) 78 79 00 – 0
Fax: (030) 78 79 00 -18
E-Mail: presse@bund-berlin.de
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bitte eine E-mail an: newsletter@bund-berlin.de
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Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an:
Projektleiterin Mechthild Zumbusch
mechthild.zumbusch@bund-berlin.de
BUND Landesverband Berlin e.V.
Crellestr. 35
10827 Berlin
Tel. (030) 78 79 00 – 21
Fax. (030) 78 79 00 – 28
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