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LWL-Klinik Marsberg und LWL-Wohnverbund Marsberg


Aus: BUND-Pressemitteilung vom 24. November 2010

 

LWL-Klinik Marsberg und LWL-Wohnverbund bestehen die hohen BUND-Kriterien und werden abermals als energieeffizient ausgezeichnet

 

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Berlin) e.V. verleiht das Gütesiegel „Energie sparendes Krankenhaus“ an Kliniken, die ihren Energiebedarf deutlich senken. Die LWL-Klinik Marsberg und der LWL-Wohnverbund Marsberg hatten vor fünf Jahren zum ersten Mal die Auszeichnung erhalten. Damals konnten bereits über 29 Prozent des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) vermieden werden. Jetzt haben die Marsberger sich eindrucksvoll verbessert und soviel Energie eingespart, dass sie ihren Verbrauch um weitere 14,5 Prozent CO2 senkten.

In Mengen ausgedrückt bedeuten die Marsberger Maßnahmen, dass sich die CO2-Belastung bis 2009 noch einmal jährlich um 280 Tonnen verringern ließ, nachdem schon zwischen 2002 bis 2004 die CO2-Emissionen um 805 Tonnen deutlich gesenkt worden waren. Ausgegangen war die Einrichtung von über 2.700 Tonnen. Nun liegt der Ausstoß bei knapp über 1.600 Tonnen CO2.

Das BUND-Gütesiegel attestiert der Einrichtung ihre sehr gute Leistung. Das energiepolitische Konzept des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe von März 2008 legt fest, dass die CO2-Emissionen um 45 Prozent bis zum Jahr 2020 reduziert sein müssen.

 

 

Für die zusätzliche Energieeinsparung nach 2004 investierte die LWL in den Einbau eines Blockheizkraftwerkes (BHKW) und in den kompletten Umbau des Hauptbettenhauses der Kinder- und Jugendklinik.

Die Einrichtung hatte Anfang der 2000er Jahre bereits ihre Wärmeversorgung auf moderne Erdgaskessel und eine Holzhackschnitzelfeuerungsanlage mit einer Wärmeleistung von 850 Kilowatt (kW)umgestellt. Das zusätzliche installierte BHKW verfügt über eine Leistung von 71 kW elektrisch und 130 kW thermisch. Die Investitionen erfolgten über Eigenmittel.

 

Verfeinert wurde die Heizungstechnik durch weitere Anlagen. Zum Beispiel wurden drehzahlgeregelte Heizungsumwälzpumpen eingebaut, die nur so viel Heißwasser durch die Rohre pumpen, wie gerade notwendig ist. Ergänzend führten die Haustechniker einen hydraulischen Abgleich des Heizungsrohrnetzes durch, der als gering-investive Maßnahme in jeder Einrichtung leicht durchführbar ist. Dafür werden die Heizkörperventile so eingestellt, dass die Menge und Temperatur des Heißwassers optimal auf jeden Heizkörper angepasst ist. Extra Einsparungen brachten natürlich auch die konsequente Wärmedämmung der Heizungs- und Trinkwasserrohrleitungen sowie der Austausch alter Thermostatventile.

 

Bei der Wärmeisolierung ist die konsequente Dämmung der Heizkörpernischen in den Umbaumaßnahmen berücksichtigt worden. Das Hauptbettenhaus der Kinder- und Jugendklinik hat sogar einen Vollwärmeschutz erhalten. Auf dem Gelände befinden sich auch Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen. Partiell konnten trotzdem hocheffiziente Wärmeschutzfenster eingebaut werden.

 

Eine Vielzahl an anderen Maßnahmen wie die Optimierung der Beleuchtung und die Nutzung einer zentralen Gebäudeleittechnik bei den Umbau- und Neubaumaßnahmen brachten schließlich noch einige Punkte für den hohen Betrag an zusätzlicher Energieeinsparung.

 

Darüber sind sowohl der kaufmännische Direktor Josef Spiertz als auch seine Beschäftigten sehr stolz. Der Technische Leiter Alfons Schrewe begleitet die Umbauten und Optimierungen seit Jahren. „Aufeinander abgestimmte Einzelmaßnahmen in Verbindung mit der LWL als Träger der Einrichtung werden auch zukünftig weitere Einsparungen bewirken. Die Auszeichnung des BUND ist uns natürlich Ansporn dazu. All dies bringt uns näher an das energiepolitische Konzept der LWL.“ so Alfons Schrewe. Insgesamt spart dieser Standort des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe jetzt 95.000 Euro pro Jahr Energiekosten.

 

 

 

Aus: News der Energieagentur NRW, Freitag, 03.06.2005

 

Gütesiegel >Energie sparendes Krankenhaus< ging nach Marsberg

 

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe unterstützt seit Jahren ein intelligentes Energiemanagement in seinen Einrichtungen und sucht nach zukunftsweisenden Formen der Energiebereitstellung. Dies erklärt, dass am Standort Marsberg entgegen des allgemeinen Trends im Krankenhauswesen der Energieverbrauch nicht nur wärme-, sondern auch stromseitig verringert werden konnte, und seit 2002 eine moderne Energiezentrale auf Energieholzbasis im Einsatz ist.

 

Die Holzhackschnitzelkesselanlage, die Energieholz aus umliegenden Wäldern und Sägewerken verfeuert, gehört zu den größten nordrhein-westfälischen Holzheizwerken in öffentlicher Trägerschaft. Sie hat eine Wärmeleistung von 850 kW, das Investitionsvolumen liegt bei über 650.000 Euro. Die jährliche Einsparung des Treibhausgases Kohlendioxid wird mit rund 800 Tonnen jährlich beziffert. Unterstützt wurde das Vorhaben durch eine Initialberatung der Energieagentur in NRW.  Die Westfälische Kinder- und Jugendklinik Marsberg und der Westfälische Wohnverbund Marsberg in Trägerschaft des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe wurde nun vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V., mit dem Gütesiegel "Energie sparendes Krankenhaus" ausgezeichnet. Das Siegel honoriert das herausragende Engagement von Krankenhäusern im Bereich Energieeinsparung.

"Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe zeigt am Standort Marsberg, wie der zukunftsweisende Umgang mit Energie aussieht. Die Umsetzung von effektiven Maßnahmen zur Energieeinsparung und der Einsatz nachwachsender Rohstoffe zur Energiebereitstellung ist eine gelungene Kombination", so das Urteil der Jury. "Für unsere Häuser sind Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz kein Widerspruch. Die Entscheidung, Holz als zusätzlichen Brennstoff einzusetzen, ermöglicht uns eine stärkere Unabhängigkeit von den ständig steigenden Preisen für fossile Energieträger. Wir nehmen die heutige Auszeichnung als Anlass, auch in Zukunft weitere Einsparpotentiale zu realisieren ", so Bodo Schmidt, kaufmännischer Direktor der Klinik und Werkleiter des Wohnverbundes.

 

 

Aus: Westfalenpost, Freitag 03.06.2005 / LOKALAUSGABE / BRILON

 

Gütesiegel für Klimaschutz

 

Marsberg. (ad) Das vierte BUND-Gütesiegel in Nordrhein-Westfalen ging an die Westfälische Kinder- und Jugendklinik sowie den Wohnverbund Marsberg.

In einer Feierstunde überreichte Gerd Kistner, Hochsauerlandkreisgruppe des BUND NRW, die Auszeichung "Energie sparendes Krankenhaus" an die beiden LWL-Einrichtungen für die jährliche Einsparung von rund 800 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid. Damit wurde das Engagement im Bereich Energieeinsparung und damit für den Klimaschutz honoriert.

Über die Auszeichnung freuten sich George Zeich, Vorsitzender des LWL Gesundheits- und Krankenhausausschusses, und Michael Dauskardt, Leitender Landesbaudirektor. Glückwünsche überbrachte auch der stellvertretende Bürgermeister Alfons Scholle.

In den beiden Marsberger Einrichtungen ist seit 2002 eine moderne Holzhackschnitzelkesselanlage im Einsatz. Verfeuert wird naturbelassener Brennstoff aus umliegenden Wäldern und Sägewerken. Die Anlage gehört zu den größten nordrhein-westfälischen Holzheizwerken in öffentlicher Trägerschaft mit einer Wärmeleistung von 850 KW und kostete 652 000 Euro. Zu 35 Prozent wurde die Anlage vom Land bezuschusst durch die Holzabsatzförderrichtlinie.

"Für unsere Häuser sind Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz kein Widerspruch. Die Entscheidung, Holz als zusätzlichen Brennstoff einzusetzen, ermöglicht uns, eine stärkere Unabhängigkeit von den ständig steigenden Preisen für fossile Energieträger", so Bodo Schmidt, Kaufmännischer Direktor der Klinik und Werkleiter des Wohnverbundes.

Die Auszeichnung werde Anlass geben, auch in Zukunft weitere Einsparpotentiale zu realisieren.

 

 


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