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 ESK/Ausgezeichnete Krankenhäuser/Nordrhein-Westfalen/LVR-Klinik Bonn/Technische Details
    
 

LVR-Klinik Bonn



Alter Kessel


Neuer Kessel


Neue Kältemaschine


TECHNISCHE FAKTEN

LVR-Klinik Bonn

 

In der LVR-Klinik Bonn wurde durch die Getec (vormals Imtech- bzw. ROM) Contracting GmbH ein Energie-Einspar-Programm mit einem Investitionsvolumen von anfangs 4,5 Mio. Euro seit 1998 umgesetzt. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) als Träger der Klinik musste keine eigenen Investitionsmittel beisteuern – und zahlt heute weniger für die Energieversorgung der Klinik als vorher. Ein echtes Erfolgsmodell, wenn auch ein ehrgeiziges Projekt, da die gesamte Energieversorgung zu sanieren war. In Zusammenarbeit mit der Energieagentur NRW wurde letztlich die Realisierung im Rahmen eines Contracting-Verfahrens als wirtschaftlich interessanteste Lösung ermittelt.

 

 

Energieeinsparergebnisse

 

  • Reduzierung von klimaschädlichen Treibhausgasen um rund 45 Prozent seit 1998
  • Seit Auszeichnung 2010 weitere Senkung um 11,3 Prozent, entspricht mehr als 650 Tonnen CO2
  • Seit erster Auszeichnung 2005 Reduzierung um 16 Prozent, entspricht 617 Tonnen CO2
  • Vermeidung nach 1998 bis zur Erstauszeichnung um 33 Prozent, entspricht 3.200 Tonnen CO2
  • Summiert über die Jahre wurden inzwischen rund 65.000 Tonnen CO2 eingespart
  • Finanzielle Einsparung gegenüber dem Ausgangsjahr 1998 liegt bei über 300.000 Euro jährlich, wenn keine Maßnahmen ergriffen worden wären.

 

 

Energiesparmaßnahmen

Im Einzelnen sieht das Einspar-Programm die Umsetzung der folgenden Maßnahmen seit 1998 vor:

 

Wärmeversorgung

  • Erneuerung der Wärmeversorgung und Umstellung von ineffizientem Hochdruckdampf auf Warmwasser.
  • Einrichtung einer neuen Energiezentrale in räumlicher Nähe zu den Verbrauchsschwerpunkten der Klinik
  • Hocheffiziente Energieerzeugung mittels Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung bestehend aus:
    • Einbau von zwei Warmwasserkesseln mit je 2,5 MW Leistung
    • Installation von zwei Dampfkesseln mit je 2,0 MW
  • Kontinuierliche Optimierung der neuen Anlage an den tatsächlichen Bedarf
  • Zwei BHKW-Modulen mit je 347 kW elektrisch und je 520 kW thermisch
  • Betrieb einer Absorptionskälteanlage mit 1,0 MW
  • Reduzierung der installierten Wärmeleistung von 21 MW auf 10 MW
  • Hydraulischer Abgleich des Heizungsnetzes in Teilabschnitten
  • Verringerung von Leitungsverlusten durch Teil-Dezentralisierung der Warmwasserbereitung
  • Erneuerung von Fenstern im denkmalgeschützten Gebäuden und der Glasfront in Schwimmbad und Gymnastikhalle in 2013
  • Dämmung der Rohrleitung und Armaturen in den Heizungszentralen

 

Warmwasserversorgung

  • Neukonzeption der Warmwasserversorgung

 

Lüftungstechnik

  • Teilsanierung der raumlufttechnischen Anlagen
  • Austausch von Ventilatoren und -motoren
  • Einsatz von Frequenzumformern
  • Laufzeit- und Volumenstromreduzierung
  • Wärmerückgewinnung aus der Abluft

 

Stromversorgung und Beleuchtung

  • Erneuerung der Blindstromkompensation
  • Errichtung einer Photovoltaik-Anlage (30 kWp)

    • Stromertrag von 26.400 kWh im Jahr 2009
  • Einbau energiesparender Beleuchtung
  • Einsatz energiesparender Geräte in Küche und Wäscherei

 

Energiemanagement

  • Automatisierte Überwachung und Steuerung der energietechnischen Anlagen durch DDC-Gebäudeleittechnik
  • Einführung eines Energie-Controllings und damit zeitnahes Reagieren auf Störungen und Optimierung der Fahrweise
  • Energie sparender Anlagenbetrieb durch Absenkzeiten
  • Nutzung der maximalen Raumtemperaturen
  • Bedarfsgeregelte Fahrweise und Abschaltzeiten der technischen Anlagen
  • Erneuerung der Leittechnik der Energiezentralen
  • Regelmäßige Auswertung und Optimierung des Energieverbrauchs
  • Regelmäßige Gespräche mit technischem Personal zu Energie sparendem Nutzerverhalten
  • Jährliche Erstellung eines Energieberichts

 

Sonstiges

  • Umstellung der Dienstfahrzeugflotte auf Gasbetrieb
  • Informationskampagne mit Materialien zum Nutzerverhalten wie Licht, Lüftung, Treppe statt Aufzug

 

 


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