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Immanuel Klinik Rüdersdorf


Ausgangssituation

 

Das Krankenhaus Rüdersdorf wurde zu DDR-Zeiten durch ein eigenes Kohleheizwerk beheizt. Später stellte man das Krankenhaus auf Fernwärmeversorgung um. 1994 wurde dann ein transportables Ölheizwerk in Betrieb genommen. Pro Jahr wurden dabei über 1,5 Millionen Liter Heizöl verbraucht. Die jährlichen Kosten waren abhängig von der Heizölpreisentwicklung und beliefen sich auf umgerechnet ca. 270.000 Euro. Diese Heizungsanlage war sehr unkomfortabel und das Betreiben war durch die ständig erforderlichen Öllieferungen aufwändig, so dass dies wirklich nur eine Zwischenlösung sein konnte.

 

 

Entscheidung für ein Blockheizkraftwerk (BHKW)

 

Gesucht wurde eine technische Lösung zur Beheizung einschließlich Warnwasserbereitung des Krankenhauses, die folgenden Anforderungen gerecht werden sollte:

  1. Hohe Versorgungssicherheit (zur Absicherung eines ungestörten Krankenhausbetriebes)
  2. Sparsamer Energieeinsatz (Umweltschutz, wirtschaftliche Betriebsführung)
  3. Berücksichtigung neuester und zukunftsträchtiger Technik (Stand der Technik)

 

Fördermöglichkeit durch die Landesregierung Brandenburg

Schnell gingen die Überlegungen in Richtung Blockheizkraftwerk. Diese Lösung erfüllt alle Anforderungen und darüber hinaus kann auch noch Elektroenergie erzeugt werden. Nach erfolgreichem Planungs- und Abstimmungsprozess zwischen Krankenhausleitung, Planungsbüro und Gesundheitsministerium konnte nach Freigabe der Fördermittel im II. Quartal 1998 mit dem Bau der neuen Energiezentrale begonnen werden. Nach ca. 15 Monaten Bauzeit wurde dann Ende Juli 1999 die neue Anlage in Betrieb genommen.

 

 

Technische Daten der Energiezentrale (einschl. BHKW):

  1. 3 BHKW-Module mit je 100 kW thermischer und je 50 kW elektrischer Leistung
  2. die BHKW-Module arbeiten netzparallel
  3. 3 Heizkessel mit je 1,03 MW Heizleistung
  4. Energieträger: Erdgas
  5. Systemtemperatur: 90° / 70°C
  6. Pufferspeicher (Fassungsvermögen 12,5 m3), fungiert gleichzeitig als hydraulische Weiche

 

 

Durchgeführte Energie sparende Maßnahmen:

  1. Inbetriebnahme der neuen Energiezentrale mit Blockheizkraftwerken im Juli 1999 (als Ersatz für eine Ölheizung).
  2. Erneuerung der Dampferzeugungsanlage (1999).
  3. Einbau moderner Gas-Heizkessel in den Nebenhäusern (1999).
  4. Schrittweise Umstellung auf energiesparende Leuchtmittel.
  5. Einbau einer elektronischen Energieoptimierung für die Krankenhausküche (2003).
  6. Auslagerung energieintensiver Bereiche (z.B. Wäscherei, Zentralsterilisation) (wurde bei der Bewertung für das Gütesiegel mit einbezogen).

 

 

Entwicklung des Energieverbrauchs

 

Seit Inbetriebnahme der neuen Energiezentrale im Juli 1999 kann ein ständig sinkender Gas- und Stromverbrauch festgestellt werden (siehe Tabelle).

 



 

 

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