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Evangelisches Krankenhaus Hubertus



CO2-Reduktion des Krankenhaus Hubertus durch neue Kesselanlagen und Umstellung auf Erdgas

TECHNISCHE FAKTEN

Evangelisches Krankenhaus Hubertus

 

Die Vereinbarung zwischen dem Ev. Krankenhaus Hubertus und dem Energiespar-Contractor im Jahr 2000 bezieht sich auf die Modernisierung und Optimierung der energietechnischen Anlagen und den Betrieb über einen Zeitraum von zwölf Jahren. Die Investition belief sich auf umgerechnet 500.000,- Euro und eine garantierte jährliche Senkung der Energiekosten um 30%.

 

Die wesentlichen Maßnahmen des Energiespar-Contractors bezogen sich auf folgende Punkte:

 

 

Reduktion von Druckverlusten an den Lüftungsanlagen

 

 

Bedarfsgerechte Regelung der RLT-Anlagen durch Frequenzumformer

 

 

Hydraulische Umbauten im Bereich Heizung, Warmwasserbereitung und Dampfversorgung sowie Optimierung der Kesselfolgeschaltung

 

 

Hydraulische Umbauten im Bereich der Kaltwassernetze

 

 

Umbau eines Notstromdiesel-Moduls zum Blockheizkraftwerk (BHKW)

 

 

Ersatz des Notstromdiesel-BHKW im Jahr 2004 durch ein neues Erdgas-BHKW mit einer Leistung von 330 kW elektrisch und 450 kW thermisch

 

 

Errichtung einer DDC-Anlage zur energieoptimierten Steuerung und Regelung aller Gewerke

 

 

Zusätzlich hat das Krankenhaus in folgende Maßnahmen investiert:

 

 

Ersatz der alten Kolbenkältemaschine durch einen Schraubenverdichter mit Kältemittel R134a bei einer Eurovent-Energieeffizienzklasse A

 

 

Ersatz der Kaltwasserpumpe und der Kühlwasserpumpe durch energieeffiziente drehzahlgeregelte Pumpen

 

 

Ersatz des alten Kühlturms durch einen neuen mit drehzahlgeregelten Ventilatoren

 

 


Das BHKW des Krankenhaus Hubertus erzeugt 280 Kilowatt elektrische Leistung und 300 Kilowatt thermische Energie. Es deckt im Jahresmittel 25% des Energiebedarfs des Krankenhauses ab

Aus Notstrom wird Dauerstrom

 

Der zweite Schwerpunkt der Maßnahmen der HEWContract betraf die Nutzung einer der beiden vorhandenen Notstromdieselmotoren zur gekoppelten Strom- und Wärmeerzeugung. Durch Einbau eines Rußfilters sowie eines zusätzlichen Schalldämpfers wurden Beeinträchtigungen der Nachbarschaft oder der Umwelt durch Abgase oder Schall ausgeschlossen werden. Über zwei Wärmetauscher wird die Wärme aus dem Kühlwasser und aus den Abgasen in das Heizungsnetz eingespeist. Durch diese Umbauten wurde aus dem Notstromdiesel ein vollfunktionsfähiges Blockheizkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 280 kW und einer nutzbaren Wärmeleistung von 300 kW, das zukünftig etwa ein Drittel des Strombedarfs und ein Fünftel des Wärmebedarfs des Krankenhauses erzeugt.

 

 


Energieeinsparung des Krankenhaus Hubertus nach den Contracting-Maßnahmen

Ergebnisse bestätigen die prognostizierten Einsparungen

 

Seit dem 1. April 2001 sind die Maßnahmen der HEWContract umgesetzt und hat die Hauptleistungsphase begonnen, in der der Contractor die tatsächlich erzielten Energiekosteneinsparungen nachweisen muss. Aus einzelnen Bereichen liegen schon jetzt erste Auswertungen der Energieverbräuche vor. Der Stromverbrauch der größten Lüftungsanlagen sank von früher monatlich 110.000 kWh um 56% auf jetzt nur noch 48.000 kWh, der Stromverbrauch für Heizungspumpen von monatlich 27.000 kWh um 45% auf 15.000 kWh.

 

Auch die Energiebilanz des BHKW liegt über den Erwartungen, wie Jens Kothe, Projektleiter der HEWContract erläutert. Schon im ersten Monat wurde der geplante Energienutzungsgrad leicht überschritten. Der eingesetzte Brennstoff wurde zu 39% in Strom und zu 42% in Wärme umgewandelt. Berücksichtigt man hierbei, dass es sich um einen nachtäglichen Umbau eines Notstromdiesel zum BHKW handelt sind diese Zahlen sehr erfreulich.

 

 

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